Arbeitsgemeinschaft der Krebs-Selbsthilfeorganisationen in NRW ( AKS-NRW )

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Laumann,
mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie das bewährte Modell der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in Trägerschaft von anerkannten Patientenorganisationen zerschlagen wollen.
Durch die vorgesehene Vergabe an einen kommerziellen Dienstleister, zu dessen Hauptauftraggebern neben den Gesetzlichen Krankenkassen auch Pharma-Unternehmen gehören, sehen wir künftig den Nachweis der im § 65b SGB V geforderten Neutralität und Unabhängigkeit nicht mehr als gegeben an.
Wir wissen aus den Erfahrungen der Praxis, wie wichtig eine echte Unabhängigkeit, insbesondere auch von Interessen der Kostenträger für die Ratsuchenden ist. Ein Anbieter, der heute schon im Auftrag der Krankenkassen Dienstleistungen erbringt, ist als Träger für Unabhängige Patientenberatung nicht glaubwürdig.
Wir bitten Sie deshalb eindringlich, Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und die Beratung auch künftig von einer Organisation durchführen zu lassen, die den Interessen der Patientinnen und Patienten verpflichtet ist.

Friedhelm Möhlenbrock, Im Namen aller Mitglieder der AKS NRW