„Anfall des Gewinns verschleiert“

Aus einem Bericht von Cordula Eubel im Tagesspiegel (10.08.2015):

„Die Linken-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler attackiert in der Angelegenheit nun auch den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU). Mit einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 2014 wurden dessen Mitwirkungsrechte bei der Mittelvergabe verbessert, so dass er schon  bei der Wahl des Vergabeverfahrens und der Erarbeitung des Vertragsentwurfs mitwirken konnte, auch die Vergabe erfolgt im Einvernehmen mit ihm. Gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband wählte Laumann  ein europaweites Ausschreibungsverfahren, auch wenn dieses  nicht vorgeschrieben gewesen wäre.

[…] In der Rüge des Vergabeverfahrens, die dem  Tagesspiegel vorliegt, heißt es, im ersten Angebot von Sanvartis sei ein Gewinn in Höhe von rund 500 000 Euro ausgewiesen worden.  Im finalen Angebot solle dann von einem Gewinn nicht mehr die Rede gewesen sein. Allerdings habe dies nicht zu einem ‚Mehr‘ an Quantität oder Qualität der Beratungsleistungen geführt, sondern der Preis für innerhalb der Unternehmensgruppe einzukaufende Leistungen solle um diesen Gewinnbetrag erhöht worden sein. ‚Dadurch wird der Anfall des Gewinns verschleiert‘, heißt es.“